Steiermark | Österreich/Deutschland/Rumänien/Niederlande. – Insgesamt acht rumänische Staatsbürger im Alter von 29 bis 45 Jahren stehen im Verdacht, seit September 2024 zahlreiche Kupferdiebstähle begangen zu haben. Die Verdächtigen wurden festgenommen.
Seit Ende September 2024 ermittelten Kriminalbeamte des Landeskriminalamtes Steiermark in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen des Landeskriminalamtes Burgenland gegen eine rumänische Tätergruppierung. Diese steht im Verdacht, in unterschiedlichen Zusammensetzungen gezielt Einbrüche in Firmenobjekte verübt und große Mengen an Kupfer entwendet zu haben. Das Metall wurde in verschiedenen Fahrzeugen, insbesondere in Kastenwägen, von den Tatorten abtransportiert und ins Ausland geschafft. Um bei möglichen Polizeikontrollen nicht aufzufallen, wurde das Diebesgut in den Kastenwägen unter Decken, Planen und verschiedenen alltäglichen Gegenständen verborgen.
Tatfahrzeug mit Panne
Nach einem Firmeneinbruch am 10. Oktober 2024 in Fohnsdorf, Bezirk Murtal, wurde ein Kastenwagen so schwer beladen, dass der rechte Hinterreifen platzte. Die Täter sicherten den Kastenwagen und ließen ihn am Pannenstreifen der Brucker Schnellstraße (S6) stehen. Die Flucht setzten sie anschließend mit einem weiteren Fahrzeug fort.
Erste Festnahmen
Am 20. Oktober 2024 reisten erneut drei rumänische Staatsbürger der Gruppierung in das Bundesgebiet ein. Nach einem Firmeneinbruch in Hornstein/Burgenland wurden diese am darauffolgenden Tag von Beamten der Landeskriminalämter Steiermark und Niederösterreich am Grenzübergang Nickelsdorf/Burgenland mit etwa 5,5 Tonnen Kupfer festgenommen. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass einer der Verdächtigen erst seit einem Monat aus einer Haftstrafe in Deutschland entlassen worden war, die er wegen eines vergleichbaren Diebstahls verbüßt hatte.
Internationale Fahndung
Nach umfangreichen internationalen Ermittlungen konnten schließlich fünf EU-Haftbefehle in Deutschland, Rumänien und den Niederlanden vollzogen werden. Der letzte Tatverdächtige wurde Ende Januar 2026, nach einem Jahr Haft in Deutschland, nach Österreich ausgeliefert und in die Justizanstalt Leoben überstellt. Der Tätergruppierung konnten insgesamt zwölf Firmeneinbrüche im Bundesgebiet (Burgenland, Wien, Niederösterreich, Salzburg, Tirol, Steiermark) nachgewiesen werden. Dabei entstand ein Gesamtschaden von rund 250.000 Euro. Die Verdächtigen zeigten sich größtenteils geständig.
