Weiz | Sinabelkirchen. – Zur Verbesserung des Schutzes von transportierten Tieren auf den Straßen nahmen 20 Polizeibeamtinnen und -beamte am 7. und 9. April 2026 an einer intensiven Fortbildung zum Thema Tiertransportkontrollen teil.
Die Schulung beinhaltete eine Kombination aus komplexer Rechtstheorie und einer umfangreichen praktischen Anwendung am Verkehrskontrollplatz in Ilz, A2. Der Schwerpunkt lag auf der Vertiefung der EU-weiten Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport und den nationalen Regelungen. Die Teilnehmenden erweiterten ihr Wissen zu Anzeichen von Stress, Erschöpfung sowie extremen Temperaturen bei den Tieren. Neben der Bewertung der Transportfähigkeit der Tiere wurden die technischen Anforderungen an die Transportfahrzeuge detailliert analysiert. Ein weiterer Bestandteil der Ausbildung war das Verständnis der Funktionsweisen von Tränksystemen und Belüftungseinrichtungen sowie der maximal zulässigen Auslastung des Transportplatzes bei verschiedenen Tierarten. Ziel war es, Tierschutzverstöße im Straßenverkehr besser aufzudecken und geeignete Strafverfahren einzuleiten, um das Wohl der Tiere nachhaltig zu gewährleisten.
Am zweiten Ausbildungstag wurde das erlernte Wissen direkt in der Praxis angewendet. Am Verkehrskontrollplatz in Ilz wurden, unterstützt von der Amtstierärztin aus Hartberg-Fürstenfeld, Dr. Birgit Plank, gezielt Transporte gestoppt und kontrolliert.
Während der Kontrollen wurden folgende Übertretungen festgestellt:
- 1 x Geschwindigkeitsüberschreitung mit 108 km/h
- 6 x Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten
- 1 x unbegründete Fahrtunterbrechung – Tiere wurden nicht unverzüglich zum nächstgelegenen Schlachtbetrieb gebracht
- 1 x Austritt von Exkrementen aus dem Laderaum
- 1 x Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Standhöhe der Tiere – Verletzungsgefahr, da die Tiere mit dem Rücken das Dach des Transportmittels berührten
- 1 x Beschädigung am Dach des Transportmittels – Schutz vor Witterungseinflüssen für die Tiere war nicht gewährleistet
