Am 15. März 2026 um 16:30 Uhr kam es in Großkirchheim, Bezirk Spittal an der Drau, zu einem schweren Streit zwischen einem 70-jährigen Mann und seiner 69-jährigen Lebensgefährtin. Nach aktuellen Ermittlungen hatte der Mann seine Lebensgefährtin absichtlich aus dem Wohnhaus ausgesperrt. Die Frau hielt sich einige Stunden im Garten auf und versuchte anschließend gewaltsam, wieder ins Haus zu gelangen.
Dabei beschädigte sie mit einer Brechstange die Holzvertäfelung und versuchte, die Tür zum Wohnbereich aufzubrechen. Schließlich schlug sie ein Fenster der Zwischentür ein. Als der 70-Jährige daraufhin die Tür öffnete, schlug ihm die 69-Jährige mit der Brechstange auf den Kopf, was zu einer blutenden Kopfverletzung führte. In einem Gerangel gelang es dem Mann, ihr die Eisenstange abzunehmen. Die Frau verließ daraufhin fluchtartig die Örtlichkeit in ihrem Pkw.
Nach einer örtlichen Fahndung meldete sich die Frau gegen 19:00 Uhr telefonisch bei der Polizei in Heiligenblut. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich bereits in einer Unterkunft in Oberdrauburg. Bei der Befragung gab sie zu, den Schlag mit der Brechstange ausgeführt zu haben, erklärte jedoch, dass auch vonseiten ihres Lebensgefährten Handgreiflichkeiten stattgefunden hätten, bei denen sie nicht verletzt worden sei.
Aufgrund der Wahrscheinlichkeit eines weiteren gefährlichen Angriffs wurde gegen die Frau ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen, welches von den Beamten der Polizei Oberdrauburg persönlich mitgeteilt wurde. Der 70-Jährige wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades von der Rettung ins BKH Lienz gebracht. Nach Abschluss der Ermittlungen ist eine Anzeige gegen die Frau vorgesehen.
