7. Februar 2026
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Großteil der UkrainerInnen fand in Graz und Graz-Umgebung Schutz

Im Rahmen eines Online-Pressegesprächs wurde heute seitens des Landes Steiermark ein Überblick zur Ukraine-Hilfe gegeben. Seit dem Ausbruch des Krieges und dem Beginn der Fluchtbewegung wurden mittlerweile 3.368 Vertriebene aus der Ukraine in der Steiermark in die Grundversorgung aufgenommen.

„Der Großteil der Personen – 40 bis 50 Prozent – fand in Graz und Graz-Umgebung Schutz“, weiß Flüchtlingskoordinator Christopher Pieberl. Private Kontakte zur ukrainische Community in der Landeshauptstadt und das Angebot an Wohnraum erklären diese Zahlen.

Die Verteilung der Schutzsuchenden in die Bezirke ist gut angelaufen und funktioniert durch die Unterstützung der Steirerinnen und Steirer, die im ganzen Land Quartiere zur Verfügung stellen, plangemäß.

Mit Stichtag Montag, 28.3.2022, als 2.824 Ukraine-Vertriebene in der Grundversorgung waren, stellte sich die regionale Verteilung in den steirischen Bezirken wie folgt dar:

  • Bruck-Mürzzuschlag: 236
  • Deutschlandsberg: 131
  • Graz: 1144
  • Graz-Umgebung: 331
  • Hartberg-Fürstenfeld: 147
  • Leibnitz: 137
  • Leoben: 121
  • Liezen: 9
  • Murau: 13
  • Murtal: 137
  • Südoststeiermark: 156
  • Voitsberg: 129
  • Weiz: 133

Im Ankunftszentrum in Graz wurden mittlerweile rund 2.900 Menschen erfasst und versorgt. „Die Quote bei der bundesweiten Verteilung wird von der Steiermark derzeit mit 116 Prozent übererfüllt“, so Pieberl.

Helmut Kreuzwirth (Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung) konnte bezüglich der Situation der Atomanlagen in der Ukraine Entwarnung geben. „Derzeit besteht laut der Meldungslage keine Gefahr.“ Kreuzwirth konnte berichten, dass seitens der Steiermark ein Transport von Hilfsgütern in steirische Partnerregionen in Polen und der Ukraine in Vorbereitung ist.

Alexandra Köck, Geschäftsführerin des interkulturellen Beratungs- und Therapiezentrums „Zebra“, meinte mit Blick auf die ersten Wochen der Ukrainehife: „Anfangs gab es bei uns sehr viele Anfragen bezüglich Unterbringung, Erfassung und Registrierung. Wir nehmen wahr, dass es seitens der Behörden sehr rasch gelungen ist, die notwendigen Angebote zu etablieren. Dieser erste Schritt, wo es um die Erstversorgung und ums Ankommen geht, ist aus meiner Perspektive sehr gut gelungen. Die Herausforderungen, die vor uns liegen, sind längerfristige: Für jene, die bereits da sind, geht es jetzt um Themen wie Sprachkurse, Kinderbetreuung und eine mögliche Integration in den Arbeitsmarkt“, so Köck. Beim Thema Arbeitsmarkt sei Zebra bereits in Abstimmung mit dem AMS, hier seien Kompetenz-Checks für Geflüchtete in Vorbereitung. Köck unterstreicht auch das Engagement von vielen Einzelpersonen und Initiativen in der Steiermark: „Diese Menschen, die vor Ort ehrenamtlich tätig sind, sind ein ganz wichtiger Faktor bei den Integrationsprozessen. Sie bieten den vertriebenen Menschen Beziehungen und soziale Teilhabe.“

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