Landesverkehrsabteilung OÖ
Am 25. Januar 2026 lenkte ein 57-jähriger deutscher Staatsbürger seinen PKW auf der A9 von Sattledt in Richtung Graz. Gegen 5 Uhr wollte der Mann an der Mautstelle Ardning die Tunnelmaut für den durchfahrenen Bosrucktunnel begleichen. Aus bisher ungeklärten Gründen funktionierte die Kartenzahlung nicht, weshalb er mit seinem Fahrzeug vor dem geschlossenen Schranken stehen blieb. Der 57-Jährige entschloss sich daraufhin, im Mautstellenbereich rückwärts zu fahren, wendete seinen PKW und fuhr entgegen der Fahrtrichtung auf der Richtungsfahrbahn Graz in Richtung Wels. Laut eigenen Angaben begegneten ihm auf dem Streckenabschnitt zwischen der Mautstelle Ardning und dem Nordportal des Bosrucktunnels etwa sechs Fahrzeuge, ohne dass es zu gefährlichen Situationen kam. Gleichzeitig befand sich eine Streife der Mautaufsicht auf der Strecke in Richtung Wels und bemerkte den entgegenkommenden PKW. Die Mautaufsichtsorgane alarmierten sofort den Geisterfahreralarm, woraufhin der Bosrucktunnel umgehend gesperrt wurde. Die Mautaufsicht setzte ihre Fahrt in Richtung Wels fort und konnte den Geisterfahrer am Nordportal des Bosrucktunnels anhalten. Während seiner Fahrt war der 57-Jährige durchgehend am rechten Fahrstreifen mit eingeschalteter Warnblinkanlage und einer Geschwindigkeit von etwa 60 bis 70 km/h unterwegs. Ihm wurde der Führerschein vorläufig abgenommen und die Weiterfahrt untersagt. Bei der Staatsanwaltschaft Steyr wurde eine Anzeige wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit erstattet.
