Gedenkveranstaltung am Grazer Zentralfriedhof zum Allerseelentag
Graz (2. November 2026) – Am Allerseelentag haben Landeshauptmann Mario Kunasek und eine Delegation des Österreichischen Bundesheeres am Grazer Zentralfriedhof der Gefallenen beider Weltkriege gedacht. Anlässlich der Gedenkfeier wurde am Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs ein Kranz niedergelegt. Begleitet wurden sie von der Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner und Militärkommandant Brigadier Heinz Zöllner.
In seiner Ansprache hob Kunasek die individuellen Schicksale hervor, die hinter den Gräbern stehen. Er wies darauf hin, dass jeder Name auf den Grabsteinen mit persönlichen Tragödien verbunden ist und dass viele Angehörige um ihre Verstorbenen trauern. Der Landeshauptmann beschrieb die enormen menschlichen und gesellschaftlichen Kosten, die die beiden Weltkriege für Europa und die Steiermark verursacht haben.
Zudem äußerte er sich zur aktuellen geopolitischen Lage und betonte die Relevanz des Gedenkens in Zeiten von Krieg und Konflikten in Europa. Die Notwendigkeit, Frieden zu wahren und die Prinzipien von Freiheit, Sicherheit und Würde zu schützen, sei von zentraler Bedeutung. Diese Werte seien nicht selbstverständlich und müssten durch respektvolle Dialoge und gewaltfreie Konfliktlösungen aktiv gefördert werden.
Des Weiteren wurde betont, dass das Gedenken an die Opfer der Kriege nicht nur retrospektiv, sondern auch zukunftsorientiert sein sollte. Kunasek forderte einen anhaltenden Einsatz für den Frieden, sowohl im Gedenken an die Toten als auch in der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen, um ein Wiederholen der historischen Katastrophen zu verhindern.
Im Rahmen der Gedenkveranstaltung fand anschließend am jüdischen Friedhof in Graz eine weitere Kranzniederlegung statt. Zusammen mit Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinde Steiermark und des Österreichischen Bundesheeres wurde der während des Ersten Weltkriegs gefallenen jüdischen Soldaten der k.u.k. Armee gedacht.
