Bezirk Gmunden
Am 15. März 2026 begaben sich fünf tschechische Staatsangehörige, bestehend aus drei Männern und zwei Frauen im Alter von 21 und 22 Jahren, gegen 9 Uhr in Obertraun mit geeigneter Ausrüstung auf eine Bergtour zur Simonyhütte. Während eine 21-jährige Frau und ein 21-jähriger Mann die Schipiste der Krippensteinabfahrt mit Tourenskiern nutzten, starteten die drei 22-jährigen Freunde von der Ortschaft Winkl mit Schneeschuhen. Nach einer etwa einstündigen Pause bei der Gjaidalm auf 1738 m Höhe setzten die fünf gegen 15:30 Uhr ihren Aufstieg zur Simonyhütte fort, um diese noch bei Tageslicht zu erreichen.
Auf dem folgenden Anstieg gerieten sie jedoch mehrmals von der Idealspur ab und irrten, bedingt durch die schwierigen Bedingungen aufgrund der geringen Schneelage, für vier bis fünf Stunden im Gebiet Taubenkarr/Zirmgrube umher. Gegen 22:10 Uhr war die 21-jährige Frau auf etwa 2010 m Höhe im Bereich Taubenriedel/Unterer Eissee stark erschöpft, sodass die Gruppe den Hüttenwirt der Simonyhütte über ihre Situation informierte. Dieser alarmierte den Bergrettungsdienst und machte sich umgehend auf den Weg. Ein Notarzthubschrauber konnte aufgrund des dichten Nebels nicht eingesetzt werden. Der Hüttenwirt erreichte die Gruppe gegen 23 Uhr und versuchte um 23:50 Uhr, gemeinsam mit den jungen Erwachsenen, den Rückweg zur Simonyhütte anzutreten. Schließlich trafen sie um kurz nach 1 Uhr dort ein.
Am frühen Nachmittag des folgenden Tages stiegen die drei Männer zu Fuß sowie mit Schiern von der Simonyhütte zur Gjaidalm ab und fuhren von dort mit der Seilbahn ins Tal. Die beiden Frauen wurden von einem Polizeihubschrauber der Flugeinsatzstelle Salzburg nach Hallstatt geflogen.
