Am 16. Januar 2026, gegen 12:05 Uhr, wurde die Einsatzgruppe „Kramsach 1“ zu einem Forstunfall im Gebiet von 6235 Reith im Alpbachtal gerufen. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf einen 39-jährigen österreichischen Forstarbeiter, der schwere Verletzungen an der rechten Hand erlitten hatte. Er war bereits durch Rettungskräfte und einen Notarzt erstversorgt worden und ansprechbar.
Ein 35-jähriger österreichischer Staatsbürger, der gleichzeitig der Eigentümer des betroffenen Waldstücks und der Schwager des Verletzten war, befand sich ebenfalls am Unfallort. Er berichtete, den 39-Jährigen um Unterstützung bei Holzarbeiten gebeten zu haben. Während der 35-Jährige in einem flachen Bereich in der Nähe des Hauses arbeitete, versuchte der 39-Jährige, im Hang einen Baum zu fällen. Der Unfall wurde von niemandem beobachtet.
Nach den bisherigen Erkenntnissen hat der 39-Jährige beim Fällen eines talwärts hängenden Hartholzbaums zunächst einen Fällkeil eingesetzt und anschließend einen sogenannten „Vorderhängerschnitt“ durchgeführt. In der Folge brach der Baum aufgrund der Holzspannung vorzeitig auf, was zu einer schweren Quetschverletzung der rechten Hand führte. Mehrere Finger wurden bis zum Knochen verletzt, und der kleine Finger musste teilweise amputiert werden.
Nach der Erstversorgung wurde der Verletzte mit dem Notarzthubschrauber „Heli 4“ in die Unfallambulanz der Klinik Innsbruck geflogen.
