Bedienstete des Landeskriminalamtes Niederösterreich im Ermittlungsbereich Umweltkriminalität haben drei Frauen im Alter von 31, 37 und 60 Jahren aus Wr. Neustadt identifiziert. Diese stehen im Verdacht, seit mindestens dem 9. Juli 2025 in den Kellerräumlichkeiten eines Wohnhauses in Wr. Neustadt gewerbsmäßig ästhetische Eingriffe durchgeführt zu haben, ohne über die erforderliche Ausbildung zu verfügen. Zu den durchgeführten Behandlungen zählen Injektionen mit Botox und Hyaluronsäure sowie die Verabreichung von Narkosemitteln. Die betroffenen Kundinnen und Kunden sollen für diese Eingriffe teilweise hohe Beträge gezahlt haben.
Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens, das von der Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt angeordnet wurde, kam es am 12. Februar 2026 zu einer Hausdurchsuchung. Dabei konnten zahlreiche Substanzen sowie in Österreich nicht zugelassene Arzneimittel und andere für die Schönheitseingriffe verwendete Utensilien sichergestellt werden.
Die 31-jährige Beschuldigte, gegen die auch der Verdacht des schweren Betrugs und des Sozialleistungsbetrugs erhoben wird, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt festgenommen und in die Justizanstalt Wr. Neustadt eingeliefert. Die 37-Jährige und die 60-Jährige wurden der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
Personen, die durch eine Behandlung in diesem Zusammenhang gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten haben, werden gebeten, sich mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133-30-3333 in Verbindung zu setzen.
