Im Zeitraum von August bis September 2025 führte die Polizeiinspektion Burgplatz in Wiener Neustadt Ermittlungen gegen eine zunächst unbekannte Tätergruppe. Diese Gruppe hatte es darauf abgesehen, den Kauf von Fahrzeugen vorzutäuschen, die von Opfern zum Verkauf angeboten wurden. Sie verwendeten gefälschte Identitäten sowie gefälschte Transaktionsbestätigungen, sodass die Geschädigten im Glauben waren, das Geld sei bereits auf ihr Konto überwiesen worden. Infolgedessen übergaben sie den Tätern die Fahrzeugunterlagen und Schlüssel.
Nach dem Erwerb der Fahrzeuge verkaufte die Tätergruppe diese über eine Onlineplattform weiter. Es wurden insgesamt sechs vollendete Betrugshandlungen in Wiener Neustadt, Pottendorf, Eggendorf, Graz, Wels und Wien verzeichnet. In sechs weiteren Fällen blieb es bei Versuchen, da die potenziellen Opfer während der Besichtigung misstrauisch wurden und die Übergabe der Fahrzeuge verweigerten. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 98.700 Euro.
Durch intensive Ermittlungen gelang es den Kriminalisten, sieben Beschuldigte zu identifizieren. Während drei dieser Beschuldigten bei der Staatsanwaltschaft angezeigt wurden, wurden ein 16-jähriger rumänischer Staatsbürger, ein 26-jähriger serbischer Staatsbürger sowie zwei österreichische Staatsbürger im Alter von 24 und 42 Jahren auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz in die Justizanstalt Graz eingeliefert. Bei den durchgeführten Einvernahmen zeigten sich die Beschuldigten teils geständig.
