Im Zuge von Ermittlungen des Landeskriminalamtes Niederösterreich bezüglich Suchtmittelkriminalität wurde im September 2025 ein Hinweis aus der Bevölkerung erhalten, der zu Recherchen über eine mehrköpfige Tätergruppe führte. Diese Gruppe, bestehend aus fünf Personen im Alter von 20 bis 29 Jahren, wird verdächtigt, seit 2023 im Großraum Wien und Niederösterreich mit Kokain sowie weiteren Substanzen gemäß dem Gesetz über Neue Psychoaktive Substanzen (NPSG) Handel betrieben zu haben.
Der Hauptbeschuldigte, ein 27-Jähriger, soll für die Beschaffung der Suchtmittel sowie die Organisation und Koordination der Lieferung von etwa 3 Kilogramm Kokain verantwortlich gewesen sein, welche einen Straßenverkaufswert von rund 300.000 Euro hatten und an etwa 50 Abnehmer verteilt wurden. Die anderen Beschuldigten sollen die Suchtmittel in Kleinmengen an Endkunden verkauft haben.
Im November 2025 fanden Hausdurchsuchungen statt, die Unterstützung von Beamten der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) sowie der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) erhielten. Dabei wurden Kokain, Cannabiskraut, MDMA sowie weitere neue psychoaktive Substanzen sichergestellt. Der Hauptbeschuldigte sowie zwei weitere Personen im Alter von 22 und 26 Jahren wurden daraufhin vorläufig festgenommen und in die Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt.
Im Januar 2026 gelang es den Ermittlern, einen 32-jährigen mutmaßlichen Suchtmittellieferanten des Hauptbeschuldigten zu identifizieren. Bei weiteren Durchsuchungen wurden circa 1 Kilogramm hochwertiges Kokain, etwa 1,2 Kilogramm Cannabiskraut, circa 500 Gramm Ketamin sowie MDMA und XTC-Tabletten sichergestellt. Zusätzlich fanden die Beamten 53.000 Euro Bargeld. Der 32-Jährige wurde Ende Januar 2026 vorläufig festgenommen und ebenfalls in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert.
Bei den Vernehmungen zeigten sich die meisten Beschuldigten geständig. Eine 20-Jährige und ein 29-Jähriger wurden bei der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt. Auch die Suchtmittelabnehmer werden der Staatsanwaltschaft Wien überstellt.
