Am 3. Februar 2022 um 17:00 Uhr wurden Beamte des Stadtpolizeikommandos Brigittenau in Wien auf ein Fahrzeug aufmerksam, das eine Panne hatte und nicht fahrbereit war. Die Polizisten unterstützten den Fahrer sowie den Beifahrer, indem sie das Fahrzeug an den Fahrbahnrand brachten. Der Beifahrer, ein 20-jähriger afghanischer Staatsangehöriger, gab wirre Informationen preis und zeigte ein Verhalten, das den Verdacht der Beamten erregte. Als er versuchte, Verpackungsmaterial aus seiner Jackentasche unauffällig unter das Fahrzeug zu werfen, verstärkten sich die Bedenken, dass er Suchtmittel entsorgen wollte.
Im Rahmen einer Durchsuchung der Person konnten die Beamten weiteres Suchtmittel sowie Bargeld in szenetypischer Stückelung auffinden. Auch beim 30-jährigen Fahrer, einem Staatsbürger Österreichs, wurden Suchtmittel, vermutlich Kokain, sowie Utensilien, die mit dem Suchtmittelgebrauch in Verbindung stehen, entdeckt. Der 30-Jährige gab an, das Suchtmittel kürzlich von seinem Beifahrer erworben zu haben. Zudem machte er einen beeinträchtigten Eindruck und wurde einem amtlichen Arzt vorgeführt.
Zur weiteren Klärung der Sachlage wurden beide Personen in eine nahegelegene Polizeiinspektion gebracht. Während der Einvernahme erhärtete sich der Verdacht des gewerbsmäßigen Suchtmittelhandels gegen den 20-Jährigen, weshalb er vorläufig festgenommen und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht wurde. Eine Aussage verweigerte er. Der 30-Jährige wurde nach der amtsärztlichen Untersuchung, die eine Beeinträchtigung feststellte, mehrfach auf freiem Fuß angezeigt.
