Am 2. März 2026 führten Bedienstete des Kriminaldienstes des Stadtpolizeikommandos Schwechat an der Wohnadresse eines 39-jährigen Mannes in 1230 Wien eine vorläufige Festnahme durch. Dieser steht im Verdacht, in einen schweren Betrugsfall verwickelt zu sein.
Der Beschuldigte agierte als Onlinehändler und verpackte Waren an seiner Adresse, bevor er diese an Kunden in Österreich versandte. Insgesamt übergab er etwa 2.100 Briefsendungen an ein Logistikunternehmen, deren Absenderangaben falsch waren. Die Versandkosten waren nicht bezahlt und sollten den Empfängern, vorwiegend in Österreich ansässigen Unternehmen, in Rechnung gestellt werden.
In der Wohnung sowie im Kellerabteil des Verdächtigen entdeckten die Ermittler mehr als 1.400 versandfertige Briefsendungen, was darauf hindeutet, dass ein weiterer Betrugsversuch bevorstand. Bei den bislang untersuchten Taten wäre ein potenzieller Schaden von etwa 114.000 Euro entstanden.
Zusätzlich ergaben die Ermittlungen, dass der Mann bereits rund 5.000 Bestellungen über ein anderes Logistikunternehmen versendet hatte, wobei auch hier die Versandkosten nicht gedeckt waren. Dies führte zu einem Schaden von etwa 57.000 Euro für das Logistikunternehmen.
Der Tatzeitraum erstreckt sich von Januar bis März 2026. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde der Beschuldigte in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.
