Liezen | Polizeiliche Ermittlungen richten sich gegen eine 51-Jährige, die verdächtigt wird, zusammen mit ihren überwiegend minderjährigen Kindern Einbruchsdiebstähle begangen zu haben. Diese Aktivitäten sollen unter anderem einen Aspekt ihrer Freizeitgestaltungen dargestellt haben. Seit etwa einem Jahr führt die Polizeiinspektion Stainach Ermittlungen gegen die Frau aus dem Bezirk Liezen. Der Verdacht besteht, dass sie seit 2019 wiederholt Einbrüche in Einfamilienhäusern der Region durchgeführt hat. In der Regel beobachtete sie leerstehende Wohn- und Ferienhäuser, bevor sie mit ihren Kindern im Alter von 15 bis 18 Jahren an Wochenenden zurückkehrte, um dort Aufenthalte zu nehmen und Gegenstände zu entwenden. Getäuschte Gegenstände sollen anschließend von ihr auf Flohmärkten verkauft worden sein.
Nach einem Einbruch in ein Einfamilienhaus in Niederhofen (Gemeinde Stainach-Pürgg) im August 2025 wurde die polizeilich bekannte 51-Jährige von den Ermittlern ins Visier genommen. Sie verließ den Tatort mit ihrem Auto und einem ihrer Kinder. Die Beamten der Polizeiinspektion Stainach ermittelten die Verdächtige. Bis heute zeigt sie sich gegenüber den Vorwürfen bei den Einvernahmen nicht geständig und behauptet, dass ihre Kinder nur einen dringenden Toilettenbesuch im fremden Haus hatten.
Die beteiligten Kinder haben jedoch umfassend gestanden und erklärt, die Einbrüche gemeinsam mit ihrer Mutter begangen zu haben. Dies wurde auch durch Lokalaugenscheine an den Tatorten unterstützt. Im Rahmen einer Hausdurchsuchung fanden die Beamten geringe Mengen Cannabis, Kokain sowie mutmaßliches Diebesgut bei der 51-Jährigen. Durch weitreichende Ermittlungen konnten den Verdächtigen mindestens fünf Einbruchsdiebstähle nachgewiesen werden. Die Ermittler gehen jedoch von einer unerkannten Dunkelziffer und einer unbestimmten Anzahl an noch nicht gemeldeten Einbrüchen aus. Die 51-Jährige wurde der Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt und muss sich in naher Zukunft vor Gericht verantworten.
