Am 15. Januar 2026 um 07:45 Uhr bemerkten Beamte bei der Anfahrt zur Kontrollstelle in Kundl einen LKW-Zug, dessen Heckbeleuchtung erhebliche Mängel aufwies. Das Fahrzeug wurde daraufhin zur Kontrollstelle geleitet und einer umfassenden Prüfung unterzogen. Insgesamt wurden sieben schwere technische Mängel festgestellt. Der technische Prüfzug der ASFINAG identifizierte zudem einen zusätzlichen Mangel, der als Gefahr im Verzug eingestuft wurde. Daher wurde die Weiterfahrt des Fahrzeugs bis zur Behebung der Mängel untersagt.
Die Auswertung des Fahrtenschreibers ergab, dass zwei ungarische Fahrer im Alter von 46 und 37 Jahren, die im Teambetrieb tätig waren, wiederholt die Lenk- und Ruhezeiten manipulieret hatten. Durch das abwechselnde Nichtverwenden der Fahrerkarten wurden falsche Ruhezeiten von jeweils neun Stunden vermerkt, obwohl diese tatsächlich nicht eingehalten wurden. Den Fahrern wurde auferlegt, eine tägliche Ruhezeit nachzuholen. Sowohl die Fahrer als auch das Unternehmen werden bei der Bezirkshauptmannschaft Kufstein angezeigt. Außerdem wurde im mittleren vierstelligen Eurobereich eine vorläufige Sicherheit einbehalten. Eine Anzeige wegen des Verdachts der Fälschung eines Beweismittels wird an die Staatsanwaltschaft Innsbruck übermittelt.
