Am 15. August 2026 um 16:45 Uhr beobachteten Beamte des Fahrraddienstes der Landesverkehrsabteilung Wien während ihres Streifendienstes im Bereich des Wassersportzentrums auf der Donauinsel zwei E-Scooter-Lenker, die offensichtlich zu schnell fuhren. Als diese die Beamten bemerkten, wendeten sie sofort und flüchteten. Während der Verfolgung erreichten die E-Scooter-Lenker Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. In diesem Zusammenhang kam es mehrfach zu gefährlichen Situationen, in denen Passanten nur durch schnelles Ausweichen Kollisionen vermeiden konnten.
Einer der Lenker beschleunigte trotz der hohen Geschwindigkeiten weiter, was dazu führte, dass der E-Scooter instabil wurde und er beinahe stürzte. Die Beamten konnten ihn schließlich anhalten und die Verfolgung beenden. Eine von den Beamten durchgeführte Rollentestung ergab eine Geschwindigkeit von 129 km/h, die aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen wurde; höhere Werte wären vermutlich noch messbar gewesen.
Der 20-jährige Lenker, der die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde mehrfach angezeigt. Ein Amtsarzt stellte außerdem fest, dass er nicht fahrtauglich war. Zudem wird wegen des Verdachts auf Gefährdung der körperlichen Sicherheit an die Staatsanwaltschaft Wien berichtet. Der E-Scooter wurde sichergestellt. Ermittlungen zum zweiten Lenker sind im Gange.
Die Wiener Polizei verfolgt bereits seit längerer Zeit konsequent illegale Umbauten an E-Scootern und E-Bikes sowie Verstöße im Straßenverkehr mit diesen Fahrzeugen. Im Rahmen einer Schwerpunktaktion wurden am Vortag insgesamt 145 Organmandate ausgestellt und 99 Anzeigen erstattet. Bei vorherigen Rollentestungen wurden Geschwindigkeiten von bis zu 56 km/h festgestellt, was ebenfalls zu entsprechenden Anzeigen führte.
