Stadt Linz
Die umfangreichen Ermittlungen des Kriminalreferates des Stadtpolizeikommandos Linz führten zur Aufklärung einer Serie schwerer Erpressungsdelikte, die einem Jugendlichen widerfahren sind. Die Untersuchungen begannen nach der Anzeige eines 13-jährigen Opfers, das über einen Zeitraum von fünf Monaten mehrfach von mehreren Jugendlichen zur Übergabe von Bargeld und Wertgegenständen gezwungen worden sein soll. Zudem gab es gravierende Bedrohungen, unter anderem mit dem Tod. Das Opfer berichtete, dass ihm während der Tathandlungen eine Machete an den Hals gehalten und es mit Elektroschocks verletzt wurde. Aus Angst vor weiteren Übergriffen übergab das Opfer wiederholt Geld und Wertgegenstände.
Im Verlauf der Ermittlungen konnte zunächst ein 15-jähriger afghanischer Staatsbürger aus Wels ermittelt werden. Weitere Ermittlungen führten zur Identifizierung des mutmaßlichen Hauptbeschuldigten, der am 9. Juli 2026 nach richterlicher Genehmigung festgenommen wurde. Der 15-jährige Syrer aus Linz gestand unmittelbar nach seiner Festnahme und wurde in das Polizeianhaltezentrum Linz gebracht.
Am 9. Juli 2026 konnte nach weiteren Ermittlungen auch ein zweiter Beschuldigter festgenommen werden, der in die Justizanstalt Wels eingeliefert wurde. Zudem konnten im Rahmen der Ermittlungen ein Raub und ein Diebstahl geklärt werden. Den beiden 15-Jährigen und einem 16-jährigen Linzer wird vorgeworfen, das 13-jährige Opfer am 5. Juli 2026 ausgeraubt zu haben. Nach einem gescheiterten weiteren Erpressungsversuch am Linzer Grünmarkt begleiteten sie das Opfer zu dessen Wohnadresse. Dort soll der 16-Jährige dem Jugendlichen mehrfach ins Gesicht geschlagen und ihn, nachdem dieser zu Boden gefallen war, zusätzlich mit Tritten attackiert haben. Anschließend wurde das Opfer aufgefordert, Bargeld aus der elterlichen Wohnung zu holen. Da kein Bargeld vorhanden war, übergab der Jugendliche aus Angst vor weiterer Gewalt drei Parfüms.
Die Beteiligung des 16-Jährigen an den Erpressungshandlungen wird weiterhin untersucht. Er wird angezeigt.
