Vom 11. bis 14. Juni 2026 fand im Burgenland das NOVA Rock Festival statt. Angesichts der in den Vorjahren festgestellten hohen Anzahl von Fahrzeuglenkern, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Suchtmitteln standen, wurde auch in diesem Jahr eine internationale Schwerpunktaktion zum Thema „Beeinträchtigung durch Alkohol und Suchtgift im Straßenverkehr“ durchgeführt. Der Schwerpunkt lag auf dem Verkehrskontrollpunkt Bruck an der Leitha auf der A4.
Um die Kontrollen effizient und professionell durchzuführen, waren an allen Einsatztagen Ärztinnen und Ärzte des niederösterreichischen Ärztepools für klinische Untersuchungen vor Ort. Außerdem wurden umfangreiche technische Fahrzeugkontrollen in Zusammenarbeit mit Sachverständigen der Niederösterreichischen Landesregierung durchgeführt. Insgesamt waren während dieser Einsätze 46 Bedienstete der Landespolizeidirektion Niederösterreich, sieben von der Landesverkehrsabteilung Wien sowie zwei vom Bezirkspolizeikommando Wels aktiv.
Die Aktion wurde durch internationale Kooperation unterstützt, wobei 18 Polizeibedienstete aus Deutschland sowie zwei aus der Schweiz beratend tätig waren.
Im Zuge der intensiven Kontrollen am Verkehrskontrollpunkt Bruck an der Leitha wurden während der vier Einsatztage folgende Ergebnisse erzielt: Bei 86 klinischen Untersuchungen konnten 80 Fahrer, die unter dem Einfluss von Suchtmitteln standen, identifiziert werden. Neun Fahrer weigerten sich, sich der klinischen Untersuchung zu unterziehen. Bei 565 Alkovortests und Alkomattests wurden vier alkoholisierte Fahrer sowie neun Fahrer, die aufgrund mangelnder körperlicher und geistiger Fahrtauglichkeit gemäß § 58 StVO auffielen, beanstandet. Zudem wurden zwei Fahrer, die sich ein Straßenrennen mit Geschwindigkeiten über 233 km/h lieferten, vorläufig ihrer Führerscheine beraubt. Insgesamt wurden 104 Führerscheinabnahmen vorgenommen.
Darüber hinaus stellten Verkehrssachverständige des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung bei 30 Überprüfungen 100 schwere technische Mängel sowie 50 Mängel mit Gefahr im Verzug fest. In diesem Rahmen wurden 17 Kennzeichen abgenommen und Sicherheitsleistungen in Höhe von rund 15.000 Euro erhoben. Die Vielzahl schwerer Fahrzeugmängel unterstreicht die Notwendigkeit und Relevanz der durchgeführten technischen Kontrollen, die potenzielle schwere Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit dem An- und Abreiseverkehr des Festivals verhindern konnten.
Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten kann diese Schwerpunktaktion als Erfolg gewertet werden.
