Am 3. Mai 2023 begannen die Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich umfangreiche Untersuchungen gegen eine zunächst unbekannte Tätergruppe, die des Einbruchsdiebstahls verdächtigt wurde. Im Laufe dieser Ermittlungen konnten vier rumänische Staatsbürger im Alter von 32, 37 und 40 Jahren identifiziert werden.
Den Beschuldigten werden insgesamt zehn unterschiedliche Tatorte zugeordnet, vorwiegend in Niederösterreich, an denen sie in variierender personeller Zusammensetzung Wohnhauseinbrüche versuchten oder vollendeten sowie Einbruchsdiebstähle in Wohnungen begingen. Die Tatorte umfassen sechs Wohnhäuser in den Bezirken Mödling, Gänserndorf, Tulln und Wien-Umgebung, drei Wohnungen im Bezirk Tulln und eine Gartenhütte im dritten Wiener Gemeindebezirk. Zwischen dem 11. Januar 2021 und dem 6. Juni 2023 erbeuteten die Täter Bargeld, Schmuck und Elektronikgeräte im Gesamtwert von etwa 75.000 Euro.
Im Juni 2023 wurden zwei der Beschuldigten, der 32-Jährige und der 37-Jährige, von der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität in Wien festgenommen. Bei den Einvernahmen zeigten sich die beiden teilweise geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden sie in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert, wo das Landesgericht Korneuburg sie bereits rechtskräftig zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilte.
Durch intensive Ermittlungsarbeit in Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden konnte ein weiterer 37-Jähriger ausgeforscht werden. Gegen diesen rumänischen Staatsbürger erwirkte die Staatsanwaltschaft Korneuburg eine Europäische Festnahmeanordnung, die im Juni 2024 zu seiner Festnahme in Italien führte. Nach seiner Auslieferung nach Österreich gestand er und wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.
Die anhaltenden und akribischen Ermittlungen führten zu einem weiteren Beschuldigten, einem 40-Jährigen, der am 15. Januar 2026 von rumänischen Behörden nach Österreich ausgeliefert wurde. Bei seiner Einvernahme zeigte er sich teilweise geständig und wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg in die zugehörige Justizanstalt eingeliefert.
