Am 11. Januar 2026, am Nachmittag, begaben sich ein 40-jähriger Schweizer und sein gleichwertiger deutscher Kletterpartner in die Eiskletterroute „Alzenlehnerfall“ im Gemeindegebiet von 6450 Sölden. Die erfahrenen Kletterer waren mit der üblichen Eiskletterausrüstung ausgestattet. Nachdem sie die sechste Seillänge erfolgreich gemeistert hatten, seilten sie sich abwechselnd und ohne besondere Vorkommnisse bis zum Einstieg des Eisfalles ab.
Als der Schweizer als zweiter Kletterer am Einstiegspunkt ankam, entkoppelte er sein Abseilgerät und fand sich in der Situation wieder, eine kurze ungesicherte Querpassage in Richtung eines Baumes zu gehen. Dabei stolperte der Mann und stürzte mehrere Meter über das steile, vereiste Bachbett talwärts.
Eine in der Nähe befindliche deutsche Seilschaft setzte daraufhin den Notruf ab. Angesichts der bereits herrschenden Dunkelheit am Unfallort wurde der nachtflugtaugliche Notarzthubschrauber RK 2 alarmiert. Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte wurde der Verunfallte mittels Rettungswinde durch die Crew des Hubschraubers geborgen und anschließend in das Krankenhaus Zams transportiert.
