Drei Slowaken stehen im Verdacht, am 1. Dezember 2022 in Österreich schwerwiegenden Betrug begangen zu haben, wodurch ein Gesamtschaden von etwa 360.000 Euro entstanden ist. Die Männer täuschten online Kaufinteresse für verschiedene Allrad-Pkw vor und forderten Fotos sowie Kopien der Fahrzeugpapiere an.
Um an eine gültige Umsatzsteueridentifikationsnummer zu gelangen, erwarben sie eine kurz vor der Auflösung stehende insolvente ungarische Firma. Anschließend errichteten sie eine Website und nahmen Kontakt zu Autohäusern in Deutschland und Österreich auf, um Fahrzeuge zum Verkauf anzubieten. Diese Fahrzeuge existierten lediglich in Form der angeforderten Fotos, und es fanden nie tatsächliche Lieferungen statt.
Betroffene waren unter anderem ein Autohaus in Salzburg, ein weiteres in Tirol sowie sechs deutsche Autohäuser, die die Kaufpreise und Speditionskosten an die scheinbar seriöse Firma überwiesen.
Am 5. Oktober 2023 wurde ein 32-jähriger Slowake im Rahmen eines EU-Haftbefehls festgenommen und nach Österreich überstellt, wo er teilweise geständig war. Die beiden weiteren Beschuldigten im Alter von 49 und 52 Jahren werden weiterhin gesucht. Zudem laufen Ermittlungen in Wien aufgrund ähnlicher Betrugsfälle, die mit den drei Verdächtigen in Zusammenhang stehen.
