Am 20. März 2026 um 12:35 Uhr wurde die Polizei zu einer Wohnadresse im 2. Bezirk gerufen, da eine 14-Jährige von ihrem 22-jährigen Bruder körperlich attackiert worden sein soll. Auf dem Rückweg von einem Park soll er ihr einen Kopfstoß versetzt sowie sie mehrfach geschlagen und getreten haben. Zu Hause setzten sich die körperlichen Übergriffe fort, wobei er sie zudem mit dem Umbringen bedrohte.
Während der Befragung stellte sich heraus, dass die 14-Jährige in der Vergangenheit sowohl von ihrem Bruder als auch von ihrem Vater körperliche Angriffe erfahren hatte. Die Polizei bemerkte bei der 14-Jährigen sichtbare Verletzungen. Die Berufsrettung Wien leistete Erstversorgung und brachte sie anschließend in ein Krankenhaus.
Der Bruder, der zum Zeitpunkt des Vorfalls anwesend war, zeigte sich den Beamten gegenüber nicht geständig. Bei einer Durchsuchung der Wohnung fanden die Polizisten eine Schreckschusspistole in seinem Zimmer. Der Vater gab an, dass es vor einigen Wochen zu einem Streit mit einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sei.
Gegen den 22-Jährigen und den 56-jährigen Vater wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein Waffenverbot ausgesprochen. Die 14-Jährige wurde an die Magistratsabteilung 11 (MA11 – Jugend- und Familienhilfe) übergeben, um ihre Betreuung und weitere Maßnahmen sicherzustellen.
Die Wiener Polizei steht Personen, die Gewalt wahrnehmen oder Opfer von Gewalt sind, als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Polizei-Notruf kann jederzeit unter der Nummer 133 erreicht werden. Zudem bietet die Kriminalprävention des Landeskriminalamts Wien persönliche Beratungen unter der Hotline 0800 216346 an.
Weitere Unterstützung ist unter folgenden Kontaktnummern erhältlich:
– WEISSER RING: 050 50 16
– Frauenhelpline: 0800 222 555
– Gewaltschutzzentrum: 0800 700 217
– Opfer-Notruf: 0800 112 112
– Notruf des Vereins der Wiener Frauenhäuser: 05 77 22
