Die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache des Waldbrandes in der Gemeinde Lesachtal, die am 23. April 2026 um 21:17 Uhr im Bereich Promeggen ausbrach, werden vom Landeskriminalamt und der Brandverhütungsstelle durchgeführt. Die Brandausbruchstelle auf dem Xaveriberg konnte dank Zeugenaussagen und Luftbildaufnahmen ermittelt werden. Am Tag des Ausbruchs führten Forstarbeiter in diesem Gebiet Aufforstarbeiten durch.
Die Ermittlungen haben ergeben, dass der Brand höchstwahrscheinlich durch unsachgemäßen Umgang mit Rauchwarenresten sowie durch unzureichende Entsorgung von Zigaretten-Aschenresten während der Arbeiten ausgelöst wurde. Verdächtigt werden drei serbische Staatsangehörige, die in ihrer Funktion als Forstarbeiter möglicherweise eine fahrlässige Feuersbrunst verursacht haben. Eine genaue Schadenssumme kann derzeit nicht beziffert werden, da die Ermittlungen noch im Gange sind.
Die Löscharbeiten waren aufgrund des steilen Geländes äußerst anspruchsvoll, was zu einer erheblichen Ausbreitung des Feuers führte. Nach aktuellem Stand (24. April 2026, 14:30 Uhr) sind etwa 60 Hektar Waldfläche betroffen.
Im Einsatz zur Bekämpfung des Brandes stehen:
– vier Polizeihubschrauber des BMI (Libelle) aus Kärnten, Tirol und Salzburg
– zwei Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres (ÖBH)
– 21 Feuerwehren mit insgesamt 210 Feuerwehrmitgliedern
– 19 Flughelfer
– das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK)
Die Brandursachenermittlung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen dem zuständigen Bezirksbrandermittler der PI Kötschach-Mauthen, dem Landeskriminalamt Kärnten und der Brandverhütungsstelle des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes. Am 25. April 2026 wird ein weiterer Hubschrauber des BMI aus Wien die Löscharbeiten unterstützen.
