Bezirk Schärding/Landeskriminalamt Oberösterreich
Ein 87-Jähriger aus dem Bezirk Schärding erhielt am 28. August 2026 einen Anruf von jemandem, der sich als Kriminalbeamter ausgab. Der Anrufer informierte den Senior, dass die Polizei eine Einbrecherbande gefasst habe, die eine Liste von potenziellen Opfern bei sich gehabt habe. Der Name des 87-Jährigen sei ebenfalls darauf vermerkt gewesen.
Einige Tage später erhielt der Mann einen weiteren Anruf, in dem ihm geraten wurde, seine Goldmünzen vor die Haustür zu legen, wobei er darauf achten sollte, möglichst wenige Fingerabdrücke zu hinterlassen, da diese von den Kriminalbeamten abgeholt würden. Zudem wurde er aufgefordert, sich im Haus unauffällig zu verhalten. Der Pensionist folgte diesen Anweisungen, und die Münzen wurden von unbekannten Personen abgeholt.
Bei einem darauffolgenden Anruf einige Tage später schafften es die Täter, den Mann zu überzeugen, seine Sparbücher aufzulösen und das Bargeld vor der Haustür abzulegen, nachdem er es von der Bank abgeholt hatte. Auch das Geld wurde anschließend von den Unbekannten abgeholt. Nachdem der Mann längere Zeit nichts mehr von den vermeintlichen Polizisten hörte, hegte er den Verdacht, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, und wandte sich an die Polizei. Die Täter sind bislang unbekannt. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt übernommen.
Schutzmaßnahmen gegen Anrufbetrüger:
• Geben Sie keine Informationen über Ihr Vermögen preis.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen; erfinden Sie eine Ausrede und legen Sie auf.
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
• Fordern Sie von angeblichen Polizisten einen Dienstausweis.
• Übergeben Sie niemals Geld, Gold oder Schmuck an Unbekannte.
• Besprechen Sie im Zweifelsfall die Angelegenheit mit den angeblich betroffenen Personen oder vertrauenswürdigen Personen aus Ihrem Umfeld.
• Wenn Sie Geld abheben möchten, sprechen Sie einen Bankangestellten an und erläutern Sie die Situation. Nehmen Sie die Warnungen ernst.
• Geben Sie niemals Ihre Bankdaten am Telefon weiter.
• Melden Sie den Vorfall der Polizei unter der Nummer 133 und erfragen Sie die Richtigkeit der Situation.
WICHTIG: Die Polizei verlangt kein Geld von Ihnen und erfragt auch nicht Ihr Vermögen. Sie kommen nicht zu Ihnen nach Hause, um Ihr Vermögen zu sichern.
