Am 5. Februar 2026 um 14:45 Uhr wurde eine 69-jährige Frau in Wien-Favoriten telefonisch von einem bislang unbekannten Mann kontaktiert, der sich als Mitarbeiter einer Bank ausgab. Der Anrufer informierte die Frau, dass versucht worden sei, Geld von ihrem Konto abzuheben, und ein mutmaßlich korruptes Bankpersonal im Verdacht stehe. Um ihr Vermögen zu sichern, wurde angekündigt, dass ein Kriminalpolizist persönlich vorbeikommen würde.
Im weiteren Verlauf bestellte der Anrufer für die Frau ein Taxi zu einer Bankfiliale, von der sie etwa 20.000 Euro abhob. Das Bargeld übergab sie anschließend einem Mann, der sich ebenfalls als Polizist ausgab. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen zu diesem Vorfall aufgenommen.
Die Wiener Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Gefahren solcher Betrugsmaschen hin und gibt folgende Präventionstipps:
Schutzmaßnahmen für sich selbst:
- Beenden Sie das Telefonat.
- Die Polizei nimmt grundsätzlich kein Bargeld oder Wertsachen zur Aufbewahrung an.
- Seien Sie vorsichtig, wenn ein Anrufer nach Bargeld, Wertgegenständen oder Kontoguthaben fragt. Beenden Sie das Gespräch umgehend.
Tipps zum Schutz älterer Angehöriger:
- Informieren Sie Verwandte über diese Betrugsform.
- Sprechen Sie mit Ihrem engsten Verwandtenkreis über solche Vorgehensweisen.
- Legen Sie für die Angehörigen alternative Ansprechpartner für Notfälle fest, falls Sie nicht sofort erreichbar sind.
Hinweise im Schadensfall:
- Brechen Sie das Gespräch ab, sobald Geld verlangt wird.
- Notieren Sie die Telefonnummer des Anrufers.
- Wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle, um Anzeige zu erstatten.
