Am Morgen des 8. September 2026 begaben sich ein 15-jähriger Linzer und ein 16-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land nach Gmunden und hielten sich am Badeplatz am Ende der Traunsteinstraße auf. Nachdem sie dort ihren Aufenthalt genossen hatten, suchten sie nach einer neuen Herausforderung und folgten einem ausgetrockneten Bachbett, das vom Ufer des Traunsees in westlicher Richtung immer steiler wurde und im teils weglosen, felsdurchsetzten Gelände des sogenannten Teufelsgrabens endete.
Vor den Felsen stehend, entschieden sie sich, weiter hinaufzuklettern, um die Aussicht auf den See zu genießen. Um 20:20 Uhr informierte der 16-Jährige telefonisch seinen Vater über ihre Position in einer Schlucht am Traunstein und gab an, dass sie die Orientierung verloren hatten und Hilfe benötigten. Der 51-jährige Vater verständigte gegen 20:50 Uhr die Rettungsdienste, woraufhin die Bergrettung und die Alpinpolizei Gmunden alarmiert wurden.
Die beiden Jugendlichen waren für die Einsatzkräfte telefonisch nicht mehr erreichbar. Der Vater konnte jedoch den Live-Standort des Handys seines Sohnes ermitteln und den Einsatzkräften übermitteln. Diese stiegen in das steil abfallende Gelände auf und konnten die Jugendlichen um 21:30 Uhr auf einem Vorsprung sitzend lokalisieren. Da sie keine geeignete Ausrüstung für das Gelände dabei hatten, wurden sie mit Helmen, Lampen und Klettergurten ausgestattet. Anschließend wurden sie ungefähr 30 Meter abgeseilt und am „kurzen Seil“ gesichert ins Tal gebracht.
