Am Morgen des 9. Juni 2026 unternahm ein 44-jähriger deutscher Staatsangehöriger aus Ettlingen eine Einzelwanderung in den Allgäuer Alpen, beginnend von einer Ferienunterkunft in Bach. Da der Mann zum Abendessen nicht zurückkehrte und telefonisch nicht erreichbar war, informierte der Unterkunftgeber die Rettungskräfte.
Am selben Abend wurde eine umfangreiche Suchaktion eingeleitet, an der die Polizei, die freiwilligen Feuerwehren aus Bach und Elbigenalp sowie die Bergrettung Elbigenalp beteiligt waren. Unterstützung erhielten sie durch Bergrettungssuchhunde und Drohnen der Bergrettung Reutte. Nach der Ortung des Mobiltelefons des Vermissten konzentrierte sich das Suchgebiet zunächst auf die Bereiche „Bernhardseck“ und „Jöchelspitze“, bevor es in Richtung Obergiblen erweitert wurde.
In der Nacht vom 9. auf den 10. Juni 2026 musste die Suche zwischen 01:30 Uhr und 07:00 Uhr aufgrund von widrigen Witterungsverhältnissen unterbrochen werden. Nach einer Einsatzbesprechung wurde die Suche unter Einbeziehung der Alpinpolizei fortgesetzt, wobei aufgrund der Bedingungen vorerst eine terrestrische Suche durchgeführt wurde. Während eines kurzen Wetterfensters konnte der Notarzthubschrauber „RK2“ fünf Suchmannschaften im Bereich der „Mutte“, der „Hermann von Barth-Hütte“ und des „Nappenkars“ absetzen.
Gegen 11:10 Uhr wurde der vermisste Wanderer im Bereich des „Gumpensattels“ auf einer Höhe von 2.219 Metern schwer verletzt in einem Schneefeld entdeckt. Sechs Einsatzkräfte der Bergrettung Elbigenalp leisteten erste Hilfe, und nach notärztlicher Versorgung wurde der Mann mit dem Notarzthubschrauber „RK2“ ins Klinikum nach Murnau geflogen. Ermittlungen ergaben, dass der Wanderer im Bereich des Strahlkopfes gestürzt und über eine steile, felsdurchsetzte Flanke gefallen war. Er war beim Eintreffen der Bergrettung ansprechbar, konnte sich jedoch an den Unfallhergang nicht erinnern.
