Am 1. Januar 2026 machten sich drei deutsche Bergsteiger – ein 18-Jähriger aus Bremen, ein 20-Jähriger sowie ein weiterer 18-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen – mit dem Ziel auf, die Zugspitze zu besteigen. Ihre Tour begann in Ehrwald, und sie wählten eine Route, die über die Wiener Neustädter Hütte in Richtung „Stopselzieher“ führte.
Kurz nach der Wiener Neustädter Hütte verloren die Bergsteiger den markierten Weg und folgten stattdessen Trittspuren im Schnee. Während des Aufstiegs schloss sich ein allein wandernder 33-jähriger slowakischer Bergsteiger der Gruppe an, der ebenfalls denselben Trittspuren folgte. Die vier Bergsteiger stiegen etwa 300 Meter vom richtigen Weg entfernt auf und fanden sich an einem Punkt wieder, an dem sie nicht mehr vorankamen. Aufgrund von Erschöpfung waren sie nicht in der Lage, den Rückweg eigenständig anzutreten, und ein weiterer Aufstieg erschien ihnen zu riskant.
Um 13:02 Uhr tätigte der slowakische Bergsteiger einen Notruf. In der Folge wurde ein Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres zur Bergung angefordert. Der Hubschrauber konnte alle vier Bergsteiger unversehrt ins Tal bringen. Im Einsatz waren die Bergrettung Ehrwald, der Hubschrauber des BMI, die Alpinpolizei Reutte sowie eine Polizeistreife aus Lermoos.
