Bruck-Mürzzuschlag | Kapellen – Am Donnerstag, den 15. Januar 2026, gerieten zwei junge Wanderer im Bereich der Schneealpe in eine alpine Notlage. Einer der beiden musste per Hubschrauber geborgen werden.
Die beiden deutschen Staatsbürger im Alter von 21 und 22 Jahren begaben sich etwa um 10:00 Uhr von Altenberg an der Rax aus auf eine Wanderung zur Schneealpe. Der geplante Aufstieg führte über den Almgraben, während der Abstieg über den Blarergraben erfolgen sollte.
Gegen 16:00 Uhr erreichten sie das Hochplateau der Schneealpe und überquerten dieses teilweise. Während des Abstiegs über den Blarergraben gelangten sie in zunehmend steiles Terrain. Dabei rutschte einer der Wanderer aus und kam in einer flachen Rinne unverletzt zum Stillstand. Aufgrund der exponierten Lage und der Angst vor einem weiteren Absturz war es ihm jedoch nicht möglich, sich eigenständig zu bewegen.
Der Begleiter setzte gegen 19:30 Uhr einen Notruf ab. Daraufhin wurden die Bergrettung Mürzzuschlag sowie ein Alpinpolizist alarmiert. Die Einsatzkräfte stiegen gemeinsam etwa 500 Höhenmeter zu den in Not geratenen Personen auf, sicherten diese und führten erste Versorgungsmaßnahmen durch.
Da der 21-jährige Wanderer nach seiner längeren Zeit im Schnee stark unterkühlt war und nicht mehr gehfähig erschien, wurde ein Rettungshubschrauber des ÖAMTC (C17) angefordert. Der Mann wurde anschließend in das Krankenhaus Leoben geflogen. Der zweite Wanderer konnte unverletzt von den Einsatzkräften sicher ins Tal begleitet werden.
Die Alpinpolizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die winterlichen Bedingungen im alpinen Gelände hin und empfiehlt eine sorgfältige Tourenplanung sowie eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und der aktuellen Verhältnisse.
