Am 28. Februar 2026 unternahmen zwei 20-jährige amerikanische Staatsbürgerinnen eine Bergtour auf den Großen Ötscher. Sie begaben sich zu Fuß von Lackenhof über Raneck auf der Forststraße in Richtung Bärenlacke, mit dem Ziel, über den Rauhen Kamm den Gipfel zu erreichen. Der geplante Abstieg sollte über den Normalweg in Richtung Ötscherschutzhaus und Lackenhof erfolgen. Gegen 14:30 Uhr, aufgrund der winterlichen Verhältnisse, sahen sich die beiden gezwungen, einen Notruf abzusetzen, da sie weder vor noch zurück konnten. Der Polizeihubschrauber Libelle Romeo lokalisiert die beiden Frauen am Rauhen Kamm im Bereich Herrenstand gegen 15:20 Uhr und rettete sie unverletzt. Eine Prüfung zur Verrechnung des Einsatzes aufgrund unzureichender Tourenplanung und Ausrüstung ist angestoßen worden.
An demselben Tag wanderten ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Bruck an der Leitha und ein 23-Jähriger aus dem Bezirk Mödling am Fuße des Schneebergs. Sie starteten gegen 08:30 Uhr vom Parkplatz in Losenheim und folgten Hinweistafeln, ohne sich über das Terrain im Klaren zu sein. Im Bereich der Bürklehütte entschieden sie sich, einem Pärchen auf den Nandlgrat zu folgen, wobei sie die Warnung auf der Hinweistafel ignorierten, dass diese Strecke nur für Geübte geeignet sei. Trotz zunehmender Schneemächtigkeit setzten sie ihre Tour mit unpassender Ausrüstung fort und gerieten aufgrund der Schnee- und Eislage immer wieder ins Rutschen. Nach sechs Stunden Aufstieg war ein eigenständiger Abstieg nicht mehr möglich. Der 23-Jährige setzte einen Notruf ab. In Zusammenarbeit mit der österreichischen Bergrettung konnte die Besatzung des Polizeihubschraubers die beiden Männer mittels Tau retten und sie unverletzt ins Tal fliegen. Auch für diesen Einsatz wird eine Verrechnung geprüft.
