Nach drei Wochen Ausbildung am 29. Oktober drei Frauen und zwölf Männer als neue OrdnungwächterInnen der Stadt Graz angelobt. Um OrdnungswächterIn der Stadt Graz zu werden, muss man über Ortspolizeiliche Verordnungen, das Landessicherheitsgesetz, Verwaltungsstrafrecht und Einsatztaktik genauso informiert sein wie über Bestimmungen des Jugendschutzes und richtiges Konfliktverhalten. Dazu kommen u. a. noch Kurse in Erster Hilfe und Selbstverteidigung.

Nach abgelegter schriftlicher und mündlicher Prüfung wurden die 15 „Neuen“ in den Räumen des GPS Grazer Parkraum- und Sicherheitsservice von Bgm.-Stv. Mag. (FH) Mario Eustacchio und Hofrat Helmut Richter, BA MA, Landespolizeidirektion Steiermark, angelobt. In den nächsten Wochen werden die OrdnungwächterInnen noch mit erfahrenen KollegInnen auf Streife gehen.

Die Ehrengäste der heutigen Angelobung fanden lobende Worte, erinnerten aber auch die Verantwortung der OrdnungswächterInnen als RepräsentantInnen der Stadt Graz.

Bgm.-Stv. Mario Eustacchio:

Sie haben nun das Rüstzeug für den Echteinsatz. Gehen Sie mit Fingerspitzengefühl in das tägliche Tun und denken Sie daran, dass Sie die Stadt Graz verkörpern. Die Bevölkerung will, dass die Ordnungswache wahrnehmbar ist, das ist notwendig für das Sicherheitsgefühl.

Eustacchio betonte auch, wie stolz er auf die gute Kooperation der Ordnungswache mit der Grazer Polizei sei. Sicherheitsmanager Wolfgang Hübel zeigte sich von den sehr guten Ergebnissen der Prüfung angetan:

Nun müssen Sie das erworbene Wissen rüberbringen, als Aushängeschild der Stadt Graz. Ihr Handeln trägt zum Image der Stadt bei.

Der Job sei nicht immer einfach, so Hübel, aber gerade jetzt in der Corona-Krise habe sich die Ordnungswache auch als Sicherheitsdienst für die Amtsgebäude profiliert.

Alexander Lozinsek, Geschäftsführer des GPS:

Ich bin sehr stolz auf das gute Ergebnis der Prüfungen, so können wir die Qualität unserer Leistungen weiter ausbauen. Seien Sie stolz darauf, diese Uniform tragen zu dürfen, das ist ein Privileg. Um die gute Lebensqualität in unserer stark wachsenden Stadt zu erhalten, ist es notwendig zu prüfen, ob die Regeln eingehalten werden – und zu erinnern, dass es ein Miteinander ist, kein Gegeneinander!

Daten und Fakten zur Ordnungswache Graz

  • Gegründet im Dezember 2007
  • Seit Mai 2016 auch als Fahrradstreife unterwegs
  • Seit Dezember 2016 Betreuung des „Heimwegtelefons der Stadt Graz“ (derzeit wegen Corona ausgesetzt)
  • 53 MitarbeiterInnen
  • Rund 1.000 Einsatzstunden im Monat
  • Bilanz 2019: 47.491 Überwachungsstunden, 1.341 Strafverfügungen, 1.570 Anzeigen, 533 Ermahnungen.
  • Aufgaben: Vollzug von Teilen des Steiermärkischen Aufsichtsorgangesetzes, des Landessicherheitsgesetzes und des Steiermärkischen Jugendgesetzes; Sicherheitsdienst in den  Amtsgebäuden; Gemeinderatswache; verstärkter Einsatz in der Corona-Krise
  • Struktur: Dem Grazer Parkraum- und Sicherheitsservice GPS obliegt die organisatorische Umsetzung der Arbeit der Ordnungswache, dem Sicherheitsmanagement der Stadt Graz die strategische Steuerung.

Fotos: Stadt Graz/Fischer

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