Seit 1.1.2020 besorgt die Holding Graz Stadtraum im Auftrag des Straßenamtes die Entfernung von Radwracks aus dem Straßenraum. Nicht mehr funktionsfähige Räder werden mit Schleifen versehen, nach etwa einem Monat eingesammelt und auf Holding-Areal in der Sturzgasse überdacht gelagert. Ein Teil davon wird wieder hergerichtet: ihnen wird sozusagen ein zweites Leben eingehaucht.

Interessiert sich binnen drei Monaten niemand für das „gute Stück”, geht es in den Besitz der Stadt über. In einer ersten Stufe des Recyclings werden sozialökonomische Betriebe wie Bicycle und promente eingeladen, sich Räder zur Wiederaufarbeitung auszusuchen. So wurden in den vergangenen beiden Jahren rund 200 Wracks ganz oder teilweise wiederverwertet bzw. neu aufgebaut. Der Rest wurde und wird nach Fraktionen (Kunststoff, Eisen, Aluminium) sortiert und der Altstoffverwertung zugeführt.

Ende Juli wird nun das erste Holding-Kontingent (rund 700 Alträder) freigegeben. „Wichtig ist für uns einerseits, dass Schrotträder entfernt werden, damit sie nicht Radabstellanlagen und Gehsteige blockieren. Andererseits ist es sinnvoll, wenn diese recycelt und im Rahmen von Beschäftigungsprojekten teilweise wieder gebrauchsfähig gemacht werden können”, erklärt Stadträtin Elke Kahr, die sich gemeinsam mit Burkhard Steurer, Thomas Hofer und Kevin Zirkl (Holding Graz Stadtraum) sowie Gerd Kronheim (GF Bicycle) einen Überblick über den Lagerbestand verschafft hat.

Die Räumung des Lagers in der alten Schmiede in der Sturzgasse ist auch schon dringend notwendig: Im Straßenraum warten schon wieder zahlreiche beschleifte Schrotträder auf Entsorgung und einen Platz im Zwischenlager.

Wolfgang Wehap

Quelle graz.at