Die Beziehungen zwischen Österreich und den Ländern des Balkans haben eine gute Tradition und sie wurden nun aufgrund eines weiteren Besuches vertieft. Der Botschafter der Republik Kosovo Lulzim Pllana besuchte am 23. Juni 2020 den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl im Rathaus. Der hohe Diplomat vertritt seit Jahresbeginn die Interessen seines Landes in Österreich als Botschafter. Er dankte dem Grazer Stadtoberhaupt unter anderem für die Unterstützung Österreichs in der Frage der Unabhängigkeit des Kosovos, die die kleine Republik im Februar 2008 erlangt hatte. Heute anerkennen 114 der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen sowie 22 der 27 EU-Mitgliedsstaaten die südeuropäische Republik Kosovo als unabhängigen Staat. Auch Österreich – wie auch eine Reihe anderer Staaten – betreibt eine ständige Vertretung in der kosovarischen Hauptstadt Priština.

Die Republik Kosovo liegt rund 1000 Kilometer von Graz entfernt und ist in 38 Gemeinden eingeteilt. Sie besteht aus ca. 1.500 Dörfern und neun Städten über 20.000 Einwohner. Der Kosovo ist der jüngste Staat Europas und hat auch den höchsten Anteil an Jugendlichen in der Bevölkerung – mehr als die Hälfte ist unter 25 Jahre alt. Diese Faktoren waren unter anderem auch Gegenstand der Gespräche zwischen Bürgermeister Nagl und Botschafter Pllana:

  • Wie können die Universitäten in Priština und Graz miteinander koooperieren?
  • Wo gibt es Möglichkeiten der Unterstützung von Start-ups?
  • Wie kann die Infrastruktur verbessert werden?

Diese und viele andere Fragen standen im Mittelpunkt des Besuches. Im Gespräch mit dem Botschafter sprach Bürgermeister Siegfried Nagl auch eine Einladung zu einer Bürgermeisterdelegation aus und wies des Weiteren auf die Möglichkeit hin, dass sich Unternehmen bei einzelnen Messen in Graz präsentieren können. Zum Abschluss lud der Grazer Bürgermeister Botschafter Lulzim Pllana ein, sich in das Goldene Buch der Stadt Graz einzutragen.

Quelle graz.at